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Die Geschichte der Freimaurerei in Stichworten

Bauwerkleute haben sich schon in der Antike vereinigt. Die Ursprünge der heutigen Freimaurerei liegen in den mittelalterlichen Bauhütten von Werkleuten, vorwiegend bei gotischen Sakralbauten. Die einzelnen Handwerksgattungen vereinigten sich als Bruderschaften in Bauhütten, die ihr Wissen um die Baukunst (Arbeitstechniken, Proportionen etc.) und Solidarleistungen an Witwen und Kranke mit Zeichen, Kennworten und besonderen Handgriffen schützten. Viele dieser Arbeitsgattungen sind in sog. Zünften aufgegangen und einzig die Steinmetze konnten ihre Statuten, Lehrgrade (Lehrling, Geselle und Meister) Symbole und Rituale in die heutige Zeit überführen.

Diese Tradition wurde zum Schluss vorwiegend noch in England in sogenannten Logen (eng. lodge = Hütte) bewahrt. Mit dem Wiederaufbau von London, nach dem verheerenden Grossbrand vom 4. September 1666, war die letzte Grossbaustelle in Europa zu Ende und die Logenmitglieder waren mehr und mehr nicht mehr ausschliesslich Bauleute, sondern auch Adelige und Intellektuelle.

1717 vereinigten sich in London vier kleine Logen zu einer Grossloge. Das Jahr wird auch als Geburtsjahr der modernen Freimaurerei angesehen. An die Stelle des operativen Bauens trat der spekulative Bau, die geistige Formung der eigenen Persönlichkeit.


Die Freimaurerei kam durch Landsleute, die in fremden Heeren als Offiziere dienten, in die Schweiz. Aber auch Kaufleute, die Beziehungen, insbesondere zu England und Frankreich pflegten, mögen maurerisches Gedankengut in unser Land gebracht haben. So ist es denn nicht verwunderlich, dass in St. Gallen - verursacht durch den Leinwandhandel und den entsprechend regen internationalen Kontakten - schon zu Anfang des 19. Jahrhunderts durch 16 Männer eine erste Freimaurerloge gegründet wurde.

Bereits 16 Jahre später, am 16. Mai 1861 fand die feierliche Installation der Freimaurerloge "Concordia" statt. Die Brüder der Gründerzeit waren Nachfahren der Aufklärung. Sie arbeiteten stetig an einer Reform des Logenlebens, um es Fortschritt und Zeitgeist anzupassen. Für Mildtätigkeit gab es reichlich Gelegenheit, kannte man doch in jener Zeit noch keinen Wohlfahrtsstaat.

Obwohl sich in der Zwischenzeit die äusseren Verhältnisse grundlegend geändert haben, bleiben die Grundsätze der Freimaurerei, von denen in der Folge noch die Rede sein wird, als wohl wichtigstes Element des freimaurerischen Lebens bestehen.


















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